Das war also Sri Lanka

Gleich Vorweg: es gibt eine Ergänzung zu unserem abschließenden Artikel zu Kuba

SRILANKA

Tolles Essen: Große, gute, günstige Portionen. Wir hatten fast täglich Rice and Curry, aber trotzdem nie die Lust daran verloren. Nochmals: Sri Lankisches Curry besteht aus vielen verschiedenen Currys in vielen kleinen Schüsseln. Dies hat oft zur Überforderung der Kellner geführt, die dann verzweifelt neben dem Tisch standen und nicht mehr wussten wohin mit den Schüsseln. Nicht selten war der Tisch allerdings noch halb leer und wir haben die Teller im Endeffekt aus den Händen übernommen und selbst abgestellt. Woher das Zögern kommt, wissen wir nicht. Auch das Besteck auf den Tisch zu legen war immer wieder eine große Überwindung für die Einheimischen.

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Selfies mit weißen Touristen zu machen ist scheinbar ein ganz besonders cooles Ding in Sri Lanka. Neben der jugendlichen Gruppe in Hortons Plains wurden wir auch ein weiteres mal beim Spazieren zum Selfie aufgefordert. Die Zwei Einheimischen waren mit dem Tuktuk unterwegs und haben bei unserem Anblick eine Vollbremsung hingelegt, den Rückwärtsgang eingelegt und uns quasi aus dem Tuktuk springend mit der Frage nach einem Selfie attackiert.

Das bringt uns auch gleich zum nächsten Punkt: Frau sein in Sri Lanka (wenn auch nur als Touristin):
Auffällig ist neben der großen Selfie-Begeisterung auch, dass sie immer nur den Flo gefragt haben ob sie eh mit der Lisa ein Foto machen oder ihr den Arm um die Schulter legen dürfen, nicht aber sie selbst. Da hat die Sri Lankische Frauenbewegung noch viel Arbeit vor sich. Dies war uns zwar eh schon im Vorhinein bewusst aber es selbst zu erleben ist dann doch immer wieder was neues. Auch haben wir relativ schnell gecheckt, dass es eine gar nicht so blöde Idee ist auch außerhalb der Tempel nur Schulter- und Kniebedeckt das Zimmer zu verlassen – zumindest wenn man als Frau nicht blöd angegafft, angepfiffen, angemacht und was sonst noch werden möchte. Im touristischeren Süden war dies dann Gott sei Dank nicht mehr so problematisch.

Ein weiterer witziger Punkt, der uns bis jetzt noch völlig unklar ist: fast alle Einheimischen telefonieren mit dem Handy verkehrt. Soll heißen, dass das Display (und somit der Lautsprecher) nach außen zeigt. Das hat zur Folge, dass sie sich meistens überhaupt nicht verstehen und alles doppelt und dreifach wiederholen müssen. Dass es als unhöflich gilt mit lauter Stimme zu reden, macht die Sache natürlich nicht einfacher.

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Das Bussystem in Sri Lanka ist spitze! Die Busse sind zwar oft völlig überfüllt und unangenehm, jedoch fahren sie in sehr regelmäßigen Abständen zu sehr günstigen Preisen. Wir haben nie mehr als 1,6€ für unsere teils mehrere Stunden dauernde Fahrten ausgegeben. Um von A nach B zu kommen geht man auf die Straße, wartet höchstens 20 Minuten und winkt sich dann den richtigen Bus zum Straßenrand um einzusteigen.

Jeder der schon einmal in Indien war kennt es: Das Kopfwackeln!
Viel gibt es hier nicht zu sagen, aber es ist einfach für uns Europäer sehr witzig zu beobachten wie hier alle Leute mit ihren Köpfen wackeln. Es scheint eine beschwichtigende Gestik zu sein: alles ist ok.

Rauchen ist in Sri Lanka im öffentlichen Raum verboten, das ändert jedoch nichts an dem Rauchverhalten der Einwohner und ebensowenig am Verhalten der Polizei. Es rauchen unglaublich viele Sri Lanker und uns wurde fast drei mal täglich eine Zigarette angeboten. Oft auch drei mal von der selben Person, weil sie es scheinbar nicht glauben konnte, dass es auch Menschen gibt, die freiwillig nicht rauchen.

Atemberaubend ist nicht nur das Rauchen (pun intended) sondern auch die unglaubliche Tierwelt Sri Lankas. Neben der extra gebuchten Safari in einem Nationalpark ist auch einmal einfach so ein Elefant vor uns über die Straße spaziert oder hat sich im Dorf verirrt. Ob vom Bus, Tuktuk oder Moped, man hat oft in der Ferne die grauen Riesen sehen können. Doch nicht nur Elefanten auch Krokodile haben wir in freier Wildbahn ohne große Geduld und Aufwand sehen können. Angeblich sind sie auch oft einfach in den 1000 Reisfeldern zu finden. (Respekt an alle Reisbauern). Ein wenig zutraulichere und weniger exotische Tiere: Hunde: 1000de zum Teil leider sehr grausliche aber zum Teil auch sehr süße. Lisa würde sie gerne alle entlausen und entwurmen und sterilisieren lassen… Außerdem haben wir beide eine neue, wenn auch entbehrliche Tiererfahrung machen können: Wir können nun beide stolz behaupten von einem Gecko angekackt worden zu sein ?

Auch sehr witzig: Sri Lanker stehen voll auf Bob Marley, Reggae und die Karibik. Jedes fünfte Tuktuk hatte Bob Marley wo kleben und an fast jeder Busstation hängt ein Plakat vom Sri Lankischen Che Guevara – Verschnitt

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5 Gedanken zu „Das war also Sri Lanka

    1. @Clara: Ich nehme an, Sophie meint das Foto „N“ (in „Sri Lanka“), ganz oben, den Handstand von Lisa! (Hab aber auch nachdenken müssen!) 😉

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