Der Süden – Teil 2

Donnerstag, 26.11.2015

Unser Wecker läutet um 06.15 Uhr, denn um 06.30 Uhr wartet schon ein Tuktuk vor der Türe und bringt uns zum Hafen. Dort steigen wir auch gleich in unser Boot und stellen fest, dass wir offensichtlich bei einer anderen Organisation gebucht haben als Jakob, Marius und Roman. Wir sehen sie allerdings etwa eine 3/4 Stunde später auf hoher See in einem anderen Boot wieder. Doch außer ein paar anderen Schiffen können wir auch Delphine und einen Finnwal sichten. Vom Finnwal sieht man allerdings nur seinen Rücken, wenn er zum Luftholen auftaucht und es wird einem leider nicht die wahre Größe des Tieres bewusst.

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Lisa zeigt auf Walsrücken – Herangezoomt ist er fast zu erkennen 😉
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Auf der Jagd nach der Fontäne – leider fragwürdig nahe am Wal

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Auf diesem Boot waren Jakob, Marius und Roman.
Auf diesem Boot waren Jakob, Marius und Roman.
Zurück im Hafen..
Zurück im Hafen..

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Nach dieser Tour gehen wir zuerst mal wieder ins Bett und schlafen eine Stunde, während die anderen drei sich auf nach Hiriketiya machen, zu dem kleinen Strand, den wir ihnen empfohlen haben. Zu Mittag machen wir uns dann per Bus auf zu einem nahe gelegenen Strand in Weligama, der angeblich sehr gut zum surfen geeignet ist. Der Strand befindet sich direkt neben einer großen Straße. Vom Mittagessen vollgegessen ruhen wir allerdings erst ein wenig bevor es auf die Bretter geht. Flo, der schon ein paar mal surfen war erklärt Lisa kurz das notwendige Basiswissen und ab geht es ins Wasser. Das Wasser ist trüb und es wimmelt von unzähligen Plastiksackerln und Lisa graust es sehr. Flo hilft Lisa anfänglich noch ein paar Mal eine gute Welle zu erwischen und taucht das Brett an. Das klappt sogar gar nicht so schlecht und Lisa steht auch schon ein paar mal kurz (sehr kurz ;)) am Brett. Unbemerkt hat es uns ein gutes Stück abgetrieben und wir machen den Fehler am Strand wieder zurück zu gehen um in der Nähe unserer Sachen zu bleiben. Wieder im Wasser wimmelt es erneut an Plastiksackerln und wir trennen uns, damit Lisa ungestört über das grindige Wasser fluchen kann und Flo ungestört (ohne Schimpftiraden im Hintergrund) seine Wellen nehmen kann.

Der Strand hier in Weligama ist zwar wirklich gut zum surfen, allerdings mit dem grauslichen Wasser und der Straße gleich dahinter gar nicht schön und wir beschließen am nächsten Tag zurück nach Hiriketiya zu fahren. Den kleinen Strand haben wir nicht nur Jakob und seinen Freunden empfohlen, sondern auch Astrid, Nils und Caro, einer Freundin von der Lisa, die ebenfalls zurzeit in Sri Lanka ist. Und wie es der Zufall so will, sind Caro und ihr Freund Tom zurzeit auch in Hiriketiya und haben sich auch schon mit den drei Piloten (Jakob, Marius und Roman) bekannt gemacht.

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Am späten Nachmittag machen wir uns wieder auf nach Mirissa und erkunden noch schnell vor Sonnenuntergang den dortigen Strand. Zum Abendessen wählen wir eines der unzähligen kleinen Strandlokale aus.

Mirissa
Mirissa
Hier gibt es einen Felsen, den man mit diesen Stufen besteigen kann...
Hier gibt es einen Felsen, den man mit diesen Stufen besteigen kann…
...

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unzählige Strandlokale
unzählige Strandlokale

Freitag, 27.11.2015

Heute gehts für uns also mal wieder die Küste zurück. Ein Glück, dass die Buspreise hier so günstig sind. Wir kommen um ca. 12.00 in Hiriketiya an und begrüßen unsere Freunde. Während wir am Strand spazieren bekommen wir noch ein paar weitere Stories von unserem Heroin-Österreicher (HÖ) und seinen drei britischen Freunden erzählt:

Scheinbar hat der HÖ eine einjährige Entzugs-Reha hinter sich und hat sich als Gratulationsgeschenk an sich selbst die Reise nach Sri Lanka geschenkt. Das erste was er getan hat, wie er in Colombo angekommen ist war sich um (im letzten Beitrag erwähnte) 120€ den Stoff zu besorgen. Er hat dann scheinbar am Strand auch noch tatsächlich eine Spritze ausgepackt und auch verwendet. Ein erfolgreicher Entzug mit ausgezeichneter Belohnung ? Die Engländer scheinen laut Erzählungen rund um die Uhr betrunken gewesen zu sein und wankten mit Reis im Brusthaar über den Strand. Der HÖ ist angeblich am Vortag abgereist und auch die Engländer haben wir auf unserer kleinen Tour über den Strand nicht gesehen.

Roman und Jakob
Roman und Jakob

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Flo borgt sich von Tom (Caros Freund) das Surfbrett aus (danke Tom ?) und verbringt den Nachmittag bei ein paar guten Wellen im Wasser und Lisa verbringt den Nachmittag mit der netten Runde am Strand bei Fruchtshakes und Sonne. Auch Astrid und Nils kamen für einen Kurzbesuch in der Bucht vorbei, leider unser letztes Wiedersehen auf der Insel.

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Gruppenfoto! Leider ohne Tom, der war brav am Surfen.
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Im Uhrzeigersinn l.o. beginnend: Flo, Tom, Jakob, Marius und Flo (kurz vor Fastkollision)

Irgendwann verabschieden sich die drei Piloten um in Richtung Jala Nationalpark zu fahren und überlassen uns ihr Zimmer im Guesthouse am Strand.

Zum Abendessen verabreden wir uns mit Caro und Tom beim gerade neu eröffneten, hippen, Guesthouse mit kleiner Container-Bar und gutem Essen: DOTS. Der einheimische Besitzer hat bis vor kurzem noch in Wien gelebt und für Sri Lanka bei der UNO gearbeitet. Seine zwei Kellnerinnen waren witzigerweise auch aus Österreich und somit waren auf diesem Strand fast mehr Österreicher als Einheimische zu finden.

Samstag, 28.11.2015

Heute wollte Flo noch einmal Wellenreiten und hat sich dazu (sehr optimistisch) für 06.00 den Wecker gestellt. Im Endeffekt schafft er es erst 1 1/2 Stunden später aufs Brett. Nach einem gemeinsamen Frühstück geht es wieder, diesmal gemeinsam mit Tom, hinaus ins Wasser.

Danach heißt es wieder packen, Mittagessen und mit den Anderen in den Bus nach Galle steigen. Caro und Tom haben schon über das Internet eine Unterkunft bisschen außerhalb gebucht also verabreden wir uns zu einem weiteren gemeinsamen Abendessen, diesmal beim angeblich besten Seafood Restaurant in ganz Sri Lanka. Wir suchen und finden ein Zimmer in der Altstadt und begeben uns anschließend auf eine kleine Sightseeing Tour.

Info: Galle ist eine 1663 von den Niederländern errichtete Festung – die größte europäische in ganz Südostasien.

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Sri Lanker am Cricket spielen
Sri Lanker am Cricket spielen

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HA! Wir sind (noch) unentdeckt als Paparazzis unterwegs...
HA! Wir sind (noch) unentdeckt als Paparazzis unterwegs…
Jetzt müssen wir aber vor die Linse...
Jetzt müssen wir aber vor die Linse…

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Das Abendessen hat unsere hohen Erwartungen sogar noch übertroffen, ein guter Abschluss und auch neben der Kulinarik ein wirklich toller Abend!

Sonntag, 29.11.2015

Unser letzter Tag in Sri Lanka ist angebrochen. Wir spazieren noch ein letztes mal durch die wirklich nette Altstadt und schlendern von einem hippen Geschäft ins Nächste bis wir ein letztes mal Caro und Tom treffen und ein paar Selfies schießen.

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Danach fahren wir mit dem Tuktuk zum Bahnhof um unseren Zug nach Colombo noch zu erwischen. Interessanterweise wurden wir auf dieser Zugfahrt zum ersten mal während der Fahrt selbst kontrolliert. Bisher mussten wir unsere Tickets nur beim verlassen der Bahnhöfe herzeigen und haben uns schon gefragt, wer oder was uns daran hindert ein 3.Klasse Ticket zu kaufen, aber in der 1.Klasse einzusteigen. Zum Glück war das aber immer nur ein Gedanke in unseren Hinterköpfen und somit haben wir uns auch diesmal in der richtigen Klasse aufgehalten. Da es in der zweiten Klasse aber so knackvoll war, war die Versuchung diesmal besonders groß.

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Als nächstes steigen wir in eine S-Bahn um, um nach Negombo zum AUA Crew-Hotel zu fahren. Das S der Bahn steht aber scheinbar für „Slow“ denn wir tuckern teilweise weite Strecken mit flotten 10km/h durch die Gegend.

Im Crew Hotel erwartet uns ein kleines Paket, bestehend aus Vergessenem und Überraschungen, das uns Lisas Eltern netterweise zusammengestellt haben.

Danach fahren wir zum Flughafen um nach Bangkok weiterzufliegen.

Abflug 01:30 Uhr, Dauer: 3 Stunden. Ein schlauer Fux merkt hier gleich, dass weder die Abflug, noch die Ankunftszeit besonders viel Sinn ergibt. Genauso viel Sinn wie ein Abendessen um 02:15 in luftigen Höhen. Nichts desto trotz ist der Flug knackvoll und es gibt tatsächlich noch eine zweite Maschine um 01.35 Uhr.

Um zumindest ein bisschen zu schlafen, legen wir uns also schon im Flughafen aufs Ohr.

Kleine Anekdote: Wir beschließen einer nacheinander aufs Klo zu gehen um uns in bequemere (Schlaf-)Outfits zu kleiden, während der Andere auf unser Handgepäck schaut. Flo geht als erstes. Nach 10 Minuten beginnt sich Lisa zu wundern: „Wenn ich gewusst hätte, dass das eine längere Sitzung bei ihm wird, währe ich zuerst gegangen, dann könnt ichs mir jetzt schon gemütlich machen.“ Nach weiteren 5 Minuten beginnt sich Lisa mithilfe ihres Tuches umzuziehen ohne aufs Klo zu gehen. In bequemer Kleidung beobachtet sie jetzt weiter die Toilettentüre, wann denn endlich der Flo kommt. Nach insgesamt 20 (25?) Minuten warten beschließt sie mal näher Richtung Toilette zu gehen und eventuell zu rufen. Und siehe da: wer liegt da schlafend auf einer Bank? – Flo! Er hat einfach vergessen!

2 Gedanken zu „Der Süden – Teil 2

  1. Euer Bericht ist die beste Medizin gegen Trübsinn. Bitte weiter so. Und Eure Surfbilder haben mich erinnert, wie ich einst in Altmünster es versucht habe (mit Segel), das Wasser war zu kalt und das Segel raufziehen zu schwer und mein Glreichgewichtssinn zu schwach entwickelt – also nix geworden. Seid herzlichst gegrüßt Clara Oma

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