La Habana

Samstag 10.10.2015

Frühstück mit Meerblick, mit so einem Ambiente ist das Aeromexico Fiasco schnell vergessen. Wir gehen wie vorgenommen zum gestern gefundenen WLAN, kaufen zwei Stunden Internet und schreiben unseren Yosemite Artikel.

Es ist immer wieder mehr Arbeit als man sich denkt.

Den Laptop bringen wir zurück ins Zimmer und wir überlegen uns unser heutiges Tagesprogramm: es wird das Vedado Viertel!

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg und hoffen auf ein Coco Taxi, leider ohne Erfolg. Nach einer halben Stunde gehen kehren wir zum Mittagessen in ein klimatisiertes Restaurant ein. Herrlich. Das Essen begeistert zwar nicht so sehr, aber die Raumtemperatur umso mehr.

Weit und breit kein Coco Taxi
Weit und breit kein Coco Taxi

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Wir erkunden die Lobby des gegenüber liegenden ehemaligen Hilton Hotels mit dem heutigen Namen „Habana Libre“ und bekommen den ersten Vorgeschmack von kubanischer Propaganda bei einer kleinen Fotoausstellung über die Revolution und Fidels damaligen Hauptstützpunkt im 24.Stock des Hotels.

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Wir spazieren weiter durch die Gegend und schauen uns das Hotel Nacional mit seinem tollen Garten an, indem im Dezember 1946 – während eines Frank Sinatra Konzerts – das größte Mafiatreffen Nordamerikas stattgefunden hat. Aus Interesse fragen wir bei Cubacar wieviel denn ein Mietauto kostet und drehen auf der Stelle wieder um: 70 Dollar am Tag sind uns dann doch zu viel. In den USA haben wir die Hälfte bezahlt… inklusive Einweggebühr!

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Weiter gehts zum Placa de la Revolucion, ein ganz schöner Hatscher.

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Am Weg kommen wir an diesem ?Studentenheim? vorbei sehr nobel

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La Placa mit Fidel und Ché
La Placa mit Fidel und Ché
Hunderte Vögel fliegen um alles was in dieser Stadt hoch ist
Hunderte Vögel fliegen um alles was in dieser Stadt hoch ist

Zum Sonnenuntergang steigen wir dann doch noch in ein Coco Taxi und fahren wieder nach hause.

Yayaya Cocotaxi yaya yay
Yayaya Cocotaxi yaya yay
Zuhause
Zuhause

Weil wir es witzig finden, dass es sogar in Havanna ein Chinatown gibt, (wo, außer in Wien, gibts die bitte nicht?) schauen wir am Abend dorthin und essen auf Grund der günstigen Preise auch gleich dort. Es ist nicht besonders gut, aber die kleinen, verspielten Katzenbabies machen den faden Geschmack der Fried Noodles wieder wett.

FOTO Katzen?

Es ist Samstag Abend, Freunde aus Wien haben uns den Palacio de la Rumba empfohlen, wohin wir uns jetzt auch auf den Weg machen!

Geschlossen. An einem Samstag Abend? Der Türsteher ist aber noch anwesend und sagt uns, dass es morgen wieder Programm gibt. Nagut dann ab nach Hause!

Sonntag 11.10.2015

Heute sind Wahlen! Zunächst einmal gehts also ins Hotel mit WLAN um am Blog weiterzuarbeiten. Sobald es dann endlich 17:00 Uhr in Wien ist schauen wir auf die vorläufigen Ergebnisse: ? Das gibts doch nicht, so knapp!?? Ah nein, keine Hochrechnung sondern nur nichtssagende Umfragenergebnisse.

Wir arbeiten weiter am Blog und werden ca. eine Stunde später von den richtigen Wahlergebnissen beruhigt.

Nach dem Mittagessen geht es los in die Altstadt.

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Benetton, Paul & Shark, Lacoste… Der Kapitalismus hat langsam aber sicher Einzug gefunden. Wie lange wird es wohl noch dauern, bis der erste McDonald’s eröffnet?

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Wir wollen uns mit dem Geld von Aeromexico ein gutes Abendessen bei dem vom Lonely Planet hochgepriesenen Familienrestaurant (Paladar) namens „Doña Eutimia“ gönnen. Am Weg hin lauern schon 5 verschiedene Kellner um uns wo anders hinzuleiten. Wir gehen mit einem der Herren mit, da er direkt auf das besagte Restaurant zeigte. Wir bekommen einen Tisch im Freien vor dem Restauranteingang zugewiesen und durchforsten die Speisekarte. Am Nebentisch sitzen zwei Amerikanerinnen mit einem Kubaner und erklären ihm, dass auch sie auf Grund der Lonely Planet Empfehlung sowieso herkommen wollten und er sie nicht hätte bringen müssen. Der Kubaner wirkt ein bisschen verwirrt. Er versteht anscheinend nicht so gut englisch.

Wir essen sehr gutes Fischfilet und Lobster während wir in dieser obertouristischen Ecke Havannas von verschiedenen, teilweise sehr guten, Musikern eine angenehme Backgroundmusik genießen dürfen.

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Nach langem beobachten der Kellner und dem Zulauf neuer Gäste, stellt Lisa fest: „Moment mal, wir sind gar nicht im Doña Restaurant! Der Kubaner hat eh alles verstanden. Nur die Amerikanerinnen und wir haben nicht gecheckt, dass wir im Restaurant nebenan sitzen. Wir deppen! ?“

Wir haben leider kein Foto von dem Platz gemacht, aber es ist wirklich äußerst einfach gewesen hier im falschen Restaurant zu landen, ein Tisch neben dem anderen und keine Restaurantanschrift außer der von Doña zu sehen.

Egal, das Essen war trotzdem toll und wir wissen jetzt wo wir beim nächsten mal hinein gehen müssen. ?

Jetzt geht es aber wieder zum Palacio de la Rumba! Es werden üppige 10CUC (=10USD) Eintritt pro Kopf verlangt ?. Drinnen setzen wir uns an einen noch freien Tisch, bestellen zwei Bier und warten bis die heutige Band mit ihrer Show beginnt. Das Lokal füllt sich und wir sind die einzigen Touristen, dann geht es aber los mit der Musik und unser Trommelfell ist quasi geplatzt. Bei der Lautstärke konnten wir leider überhaupt nichts genießen, aber auch bei normalen Verhältnissen hätte uns der heutige Act leider nicht gefallen. Wir geben der Band etwa 40 Minuten um uns zu überzeugen, aber leider gelingt es ihnen nicht. Auch die anderen Gäste sind scheinbar von der Musik in der Pause mehr begeistert als von dem eigentlichen Auftritt, die Tanzfläche füllt sich und wir schwingen unser Salsa Tanzbein. Mehr schlecht als recht, aber was soll’s.

Nach der Pause leert sich die Tanzfläche wieder und wir entscheiden uns nach Hause zu gehen.

Was uns auf jedenfall in Erinnerung bleiben wird sind die hässlichsten Klos denen wir je begegnet sind: Die Klokabinen waren so niedrig, das selbst die Lisa ohne Probleme über die Wände drüberschauen konnte. Die Türen haben auf Kniehöhe begonnen und man konnte sie nicht zusperren, was jedoch aufgrund der niedrigen Wände eh irrelevant war. Es gab kein Klopapier und keine Klobrille (nicht dass man sich dann eher darauf hätte setzen wollen). Die Spülung funktionierte nicht und der Spülkasten war zerbrochen. Im Urinwasser der vorherigen Klobesucher sind mehrere Tschickstummel geschwommen und sie gaben dem Grind somit den letzten Touch.

Montag 12.10.2015

Heute verbringen wir den Vormittag damit verschiedene Reiseführer zu studieren um unseren weiteren Kubaaufenthalt zu planen.

Nachdem wir unseren nächsten Stopp gewählt haben, machen wir uns auf zu einem Reisebüro um uns ein Busticket zu besorgen. Später gehen wir wieder in die Altstadt um noch ein paar nicht gesehene Orte abzuklappern.

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Ziemlich cool

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Auch hier dürften schon seit längerem keine Menschen mehr wohnen
Hier dürften schon seit längerem keine Menschen mehr wohnen
Dieses Gerüst steht scheinbar schon länger da
Auch dieses Gerüst steht scheinbar schon länger da

Am Nachmittag geht es mit dem öffentlichen Bus durch den Tunnel um das Castillo del Morro auf der anderen Seite der Bucht zu besuchen. Außerdem gibt es dort noch eine russische Atombombe aus Zeiten des kalten Krieges zu begutachten. Grusel Wusel.

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Den Sonnenuntergang verbringen wir auf einem vom Lonely Planet als „Lookout Point“ betitelten Ort, der sich jedoch als eher grauslich herausstellte.  Ziemlich gatschig und wir finden insgesamt um die 20 gebrauchte Kondome/Packungen. Mhm… Der Sonnenuntergang ist trotzdem schön.

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Wir nehmen wieder den öffentlichen Bus und essen diesmal bei einem kubanischen Straßenstand zu Abend. Wir hätten das früher probieren sollen, es schmeckt nicht so schlecht (Reis mit Bohnen und irgendein Fleisch/Omelette halt) und die Preise überzeugen: 40 Cent für Lisas Omelett, 1.20 für Flos Hühnerschnitzel. Leider ist heute unser letzter Tag in Havanna und es zeigt sich, dass wir keinen ähnlichen Stand in den folgenden Orten finden werden.

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