Das waren also die Vereinigten Staaten

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Wir haben einige Dinge und Eigenheiten über das Land und seine Einwohner gelernt:

Guter Käse ist teuer, und sämtliche uns bekannte  Käsenamen halten sich hier nicht so strikt an die von uns bekannten Formen und Farben:

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Um es dem Kunden daher einfacher zu machen gibt es prinzipiell mal immer drei verschiedene Sorten: swiss, cheddar oder american cheese. Was auch immer das heißen mag. Trotz dieser marginalen Käseauswahl und Qualität lieben die Amerikaner ihren Käse und hauen ihn überall in Unmengen auf ihr Essen.

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Dieser Salat besteht zu 65% aus Käse.. Als Dressing: Blue Cheese Dressing

Amerikaner haben scheinbar große Angst vor Haarverlust. Allein in einer Zeitschrift haben wir drei verschiedene Werbungen für Haartransplantationen gezählt:

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Weiters führen sie Lockenstäbe mit äußerst fragwürdigem Erscheinungsbild:

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Auch beim Straßenverkehr gibt es so manche Eigenheiten:

Ein Amerikaner, der einen Pickup Truck fährt (also eigentlich jeder Zweite) legt besonders großen Wert darauf, dass er kein Auto/car fährt, sondern in einem TRUCK (man lese dies in texanischem Akzent) unterwegs ist!

Im Gegensatz dazu fährt in San Francisco ca. jeder zweite einen Hybrid Wagen und in Los Angeles sind uns knapp 100 Teslas begegnet. Beides ist übertrieben, aber wir waren begeistert. Genauso wie von der Tatsache, dass unser Freund Helge in Newport Beach (also quasi in der Autohauptstadt L.A.) tatsächlich OHNE Auto lebt.

Überholt wird (auf der Autobahn) sowohl links als auch (teilweise bevorzugt) rechts. Trotz aller Bemühungen von Lisa konnte sie die Folgeautos nicht davon abhalten sie rechts zu überholen.

Dass man bei rot rechts abbiegen darf, war uns zwar bewusst aber wir haben es trotzdem andauernd vergessen. Das bescherte einige Hupkonzerte.

Amerikaner lieben Stoppschilder (fast so sehr wie ihren grauslichen Käse). Am besten gleich 4 pro Kreuzung und dass alle 500 Meter. Vorausschauendes Fahren adé! Die Rechtsvorrangregel wird bei diesen Kreuzungen scheinbar ignoriert. Es wird theoretisch in der Reihenfolge losgefahren in der man die Kreuzung erreicht, was oft aufgrund mangelnder Gedächtnisleistung zu Verwirrung führt. Es kommt daher nicht selten vor, dass am Ende alle Autos stehen und jeder darauf wartet, dass der andere fährt.

Amerikaner blinken nicht. Nicht beim Spurwechseln und nicht beim Abbiegen. Apropos Blinken: die meisten Autos besitzen kein eigenes Blinklicht es blinkt das Bremslicht einseitig (rot). Es könnte daher auch sein, dass manche Leute eh brav geblinkt haben, wir es aber nicht wahrgenommen haben.

Eine weitere Eigenheit amerikanischer Autos ist, dass sie beim Absperren kaum sichtbar blinken. Wenn man dann allerdings zur Sicherheit ein zweites Mal den Absperrknopf betätigt hupt das Auto. Sehr mühsam.

Die Selbstreflexion mancher Amerikaner hat uns verwundert:

Ein aktives Mitglied des US Militärs erklärt uns wie toll er das Haight/Ashbury Viertel in San Francisco findet, da dort die Hippiebewegung ihren Ursprung hat: „a completely new way of thinking.. it all happened in this small area! That’s just so cool“

Aja.. aber er geht zum Militär. Passt.

Ein weiteres Beispiel wäre sein Kollege, der am liebsten sein Auto (Suburban) gegen einen Truck mit doppelter Bereifung und großen Felgen tauschen würde.

Sein aktuelles Auto
Dieses Auto, mit größeren Felgen, hätte er gern

„Just burning gas! I know it’s stupid but that’s the american way!“ Er weiß ja eh, dass das blöd ist. Aber er kann es nicht lassen.

Trotz all dem hat es uns wirklich sehr, sehr gut gefallen und wir beenden hiermit also nach

  • 7491,5 Kilometern (125 Stunden!) Autofahrt
  • 7 Bundesstaaten
  • ca. 375 Liter Benzin
  • bei 15 Tankstellen
  • 8 Nationalparks
  • 2 Indianerreservoirs
  • 18 Nächten im Zelt
  • 5 Nächten im Motel
  • 3 Nächten bei Helge
  • jeweils einer Nacht im Hotel, Dorm, Auto und bei Cheryl & Charbel
  • 3 Großstädten
  • 3 gefüllten Waschmaschinen
  • bei Temperaturen von -2°C bis 45,5°C
  • auf einer Höhe von -80 bis 3030 Metern
  • 3 Blasen auf den Füßen
  • einer zerrissenen Hose
  • einem vergessenen Necessaire
  • einem verlorenen iPhone
  • 2 mal vergessener Geldbörse
  • und einer vergessenen Sonnenbrille

unseren Aufenthalt in den USA. Es war uns ein Vergnügen und wir können die Route nur wärmstens weiterempfehlen. Den Startpunkt sollte man vielleicht näher an den Yellowstone Park legen, so spart man sich ein paar Kilometer und Stunden im Auto.

4 Gedanken zu „Das waren also die Vereinigten Staaten

  1. Toll wie immer die Bilder. Wir sind echt begeistert. Der künstlerische Ausdruck der body-pictures wie z.B. die LiFlo-Bridge von SF haben uns echt überrascht. Ihr seid wirklich sehr begabt. DANKE

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