Weihnachten

Mittwoch, 23.12.2015

Ahhh WAS IST DAS?!?!?! Punkt 07.00 Uhr: Schlagbohrer, Flex, Stemmmaschine,….

Zum Frühstück bestellt Lisa einen frischen Ginger-Lime-Juice aus der Speißekarte. Der Kellner wirkt etwas verwirrt und fragt seine Kollegen um Rat. Als das Getränk dann kommt wissen wir auch warum: pürierter Ingwer mit Zitronenwasser. Dickflüssig, unglaublich scharf, untrinkbar. Warum steht das dann auf der Speißekarte, wenn sie nicht wissen was sie damit meinen? Mit viiiiieel Wasser gehts dann 🙂

Heute geht es für uns weiter nach Phnom Penh. Um 10.00 Uhr werden wir dafür von einem Tuk Tuk abgeholt und zu einer Travelagency gebracht. Von dort werden wir von einem Minivan abgeholt, welcher uns zur richtigen Busstation bringt. Und dort warten wir dann auch wieder ein Zeiterl bis unser Bus kommt. Dieser stellt sich als der grindigste Bus der Welt heraus mit dem sowohl Lisa als auch Flo bisher gefahren sind. Das ganze wird nicht besser als wir sehen wie rechts vor uns eine Mutter ihr Kind einfach in den Vorhang schnäuzen lässt und halb gegessene Maiskolben am Sitz und Boden verteilt. Direkt hinter der Lisa sitzt eine Frau mit Mundschutz die sich während der gesamten 5-Stunden Fahrt im Zwanzigminuten-Takt mehrmals übergibt.

In Phnom Penh angekommen setzen wir uns erstmal in ein Lokal mit WLAN um uns nach einer netten Unterkunft für die Weihnachtstage umzuschauen. Sie darf mehr als 4$ kosten, muss dafür aber auch mehr Einrichtung und weniger Lärm als die letzte Unterkunft bieten. Richly it is. Tolles Preis-Leistungsverhältnis. Wir zahlen gemeinsam 19$ inkl. Frühstück und wohnen (fast) wie der König von Frankreich ?

Eine kleine Story aus dem Lokal in dem wir gesessen sind: Ein Angestellter (Kambodschaner) telefoniert auf englisch. Das Handy hält er dabei – wie auch schon viele in Sri Lanka – verkehrt, mit dem Bildschirm und Lautsprecher nach außen. Anscheinend versteht er sein Gegenüber nicht so gut (komisch – warum wohl), weshalb er das Telefon einem Westler (Hostel und Bar Besitzer?) gibt, der alles weitere am Telefon bespricht und abcheckt. Beim überreichen des Telefones legt der vermeintliche Barbesitzer das Handy natürlich richtig rum ans Ohr, woraufhin der Angestellte das Handy schnell noch mit dem Bildschirm und Lautsprecher nach Außen dreht. Aus Neugierde endlich das Rätsel zu lösen fragen wir den Besitzer, weshalb hier denn verkehrt Telefoniert wird. „Because they’re stupid“ aha – wir sind nicht ganz zufrieden mit der Antwort aber was solls.

Am Abend gehen wir in ein kleines Lokal essen und spazieren schon durch eine ganz nette hippe Bargegend. Phnom Penh eine eigentlich schirche Stadt mit aufstrebenden Hipsterläden.

Am nächsten Tag wieder in der hippen Bargegend!
Am nächsten Tag wieder in der hippen Bargegend!

Donnerstag, 24.12.2015

Alles andere als Weihnachtlich hier die Stimmung, aber das wird schon. Wir gehen wieder zu der hippen Gegend von gestern Abend und lassen uns von dem jungen französischen Barbesitzer ein Restaurant für heute Abend empfehlen. Chez Gaston, eines von vielen französischen Bistrots in der Stadt mit Weihnachtsspecials wie Foie Gras auf der Karte. Wir reservieren einen Tisch für 19.30 und spazieren durch die Stadt. Am späten Nachmittag können wir ein sehr witziges Phänomen dieser Stadt beobachten: täglich gibt es hier öffentliche Aerobic Stunden!

DSC08078 Sieht zwar bescheuert aus, ist aber äußerst lobenswert. Vor allem alte Damen sind hier jeden Tag aktiv 🙂

Wir nehmen uns vor, morgen auch an einer der Stunden teilzunehmen und gehen nach Hause um uns für das heutige Weihnachtsdinner in unsere besten Roben zu werfen (bei der Auswahl und den hiesigen Temperatur wird es dann eher doch nicht so schick).

Mit Keksdose, Reiseadventkranz und Miniaturkrippe gehen wir dann zu Gaston.

Es folgen 2 Stunden des vorzüglichen Fleischkonsums: Foie Gras, Carpaccio, Steak und Ente. Dazu gibt es französischen Wein und Kerzenlicht vom Miniaturkranz. So richtig weihnachtlich fühlt es sich zwar trotzdem nicht an, aber dafür schmeckt es vorzüglich.

Eine Nachspeise schaffen wir nach den Riesenportionen nicht mehr und somit packen wir unsere Kekse für die nächsten Tage wieder ein.

Wir lassen den Abend in einer Cocktailbar bei einem ebenfalls ausgezeichnetem Glas Whiskey Sour ausklingen und rollen den Heimweg auf unseren Bäuchen nach Hause.

Ein kurzer Einblick in die Verkehrslage, durch die man sich schlagen muss
Ein kurzer Einblick in die Verkehrslage, durch die man sich schlagen mussDSC08092 DSC08100 DSC08104 DSC08105
Weihnachtsbussi
Weihnachtsbussi links im Bild

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